Lebensläufe sind das A und O jeder Bewerbung. Welche Facts darin heutzutage nichts mehr verloren haben, lest ihr hier.

Bewerbung: Wie ein Lebenslauf heutzutage nicht mehr aussehen sollte
Bewerbung: Diese sechs Facts haben im Lebenslauf nichts mehr zu suchen (Foto: © Brian Jackson / Adobe Stock)

Man sollte meinen, dass Bewerbungen keine grosse Wissenschaft sind. Dennoch gibt es genug Fettnäpfchen, in die Berufseinsteiger treten können – insbesondere in Bezug auf den Lebenslauf. Zwar handelt es sich bei diesem Dokument in der Bewerbungsmappe nur um ein bis zwei Seiten voll von persönlichen Informationen und wichtigen Stationen in Puncto Bildung und Karriere, es gibt jedoch einige Facts, die Personaler rund um die Welt eher irritieren, anstatt sie zu begeistern. Welche das sind, lest ihr im Folgenden:

#1: Berufsbezeichnung und Arbeitsplatz der Eltern 

„Mutter: Hausfrau, Vater: Elektroingenieur bei Mercedes“ – willkommen im Jahr 1950, in dem wir uns mittlerweile nicht mehr befinden. Und trotzdem gibt es Menschen, die den Beruf ihrer Eltern im Lebenslauf listen. Manche tun das, weil sie denken, sie könnten Eindruck schinden, wenn der Personaler sieht, dass Papa in einem renommierten Unternehmen Millionen scheffelt. Von Relevanz ist dieser Fact allerdings nicht.

#2: 1996-2000: Liguster-Grundschule Zürich 

Und davor warst du im Waldkindergarten „Kleine Strolche“ und davor in der Kinderkrippe namens „Specht“? Auch diese Info tut in der Bewerbung rein gar nichts zur Sache. Wichtig ist, dass die zuletzt besuchte Schule samt Datum des Abschlusses und Abschlussnote im Lebenslauf aufgeführt wird.

#3: Juni 2014-September 2014: Selbstoptimierungsphase 

Manchmal ist die Wahrheit gar nicht so unangenehm – wenn ihr drei Monate lang durch Asien getrampt seid und heilfroh wart, euch nicht mit Bewerbungen beschäftigen zu müssen, ist das vollkommen okay. Mittlerweile gelten Lebensläufe, die nicht komplett gradlinig sind, fast schon als schick.

#4: Französisch: Verhandlungssicher 

Im Lebenslauf hier und da ein bisschen zu bluffen, schadet nicht – bei euren Sprachkenntnissen solltet ihr das aber lieber sein lassen. Alleine die Vorstellung davon, dass der Gesprächspartner plötzlich die Sprache wechselt, lässt einen wünschen, dass der Boden sich auftut. Nur wer wirklich in der Lage ist, eine anständige Konversation in einer fremden Sprache zu führen, sollte das in seiner Bewerbung auch behaupten.

#5: Hobbys: Lesen und ins Kino gehen 

Gääääääähn! Unter der Lebenslauf-Rubrik „Hobbys“ solltet ihr unbedingt nur die Sachen aufführen, die in irgendeiner Weise inhaltlich relevant für die ausgeschriebene Stelle sind. Dinge wie „Mit Freunden treffen, lesen, ins Kino gehen und Co. langweilen Personaler zu Tode.

#6: Seit Dezember 2015: Politisch aktiv in der Partei XY

Politisches Engagement sowie Religion haben in der Bewerbung nichts verloren. Ausser natürlich, eine Parteimitgliedschaft oder bestimmte Religionszugehörigkeit ist ausdrücklich erwünscht oder von Vorteil. Ansonsten gilt: Neutralität wahren!

Übrigens: Wusstet ihr, dass Lebenslauf nicht gleich Lebenslauf ist? Rund um den Globus sieht der nämlich zum Teil ganz schön anders aus, als hierzulande. Enhancv hat eine spannende Infografik erstellt, was Lebensläufe in welchen Ländern unbedingt enthalten sollten. Wer eine Station im Ausland plant, der sollte sich gegebenenfalls vorher über solche Details im Hinblick auf die Bewerbung informieren. Reinschauen lohnt sich:

 

(Infografik : © Enhancv)

Mit Material von editionf.com, business-punk.com