Die Schweizer Grossbank Credit Suisse führt jedes Jahr eine Umfrage unter Schweizer Jugendlichen durch. Die spannenden Ergebnisse gibt es hier.

Die Credit Suisse-Umfrage verrät, was die Schweizer Jugend 2016 bewegt
Das Credit-Suisse-Jugendbarometer verrät, wie die Schweizer Jugend kommuniziert und tickt (Foto: © Syda Productions / Adobe Stock)

Dass die Ziele und Träume der Schweizer Jugend nicht ganz frei von Widersprüchen ist, zeigt das diesjährige Jugendbarometer der Credit Suisse: Der Grossteil der 16- bis 25-Jährigen will Karriere machen, aber gleichzeitig einer ausgewogenen Work-Life-Balance frönen. Sie wollen selbstständig sein und am liebsten doch bei einem renommierten Unternehmen arbeiten. Und sie wollen weniger sparen, aber auch ein Haus kaufen. So unterschiedlich die Zukunftsvisionen der einzelnen Befragten sein mögen, eine Sache hat die Schweizer Jugend dennoch gemeinsam: Sie ist bei sämtlichen Aktivitäten online, kommuniziert und entdeckt immer neue Online-Plattformen. Wie unsere Jugend im Vergleich zu anderen internationalen Jugendlichen tickt und was sie am meisten interessiert, erfahrt ihr nachfolgend:

 

#1: Wichtige Kommunikationstools

Die Credit Suisse hat herausgefunden, dass WhatsApp in Sachen Kommunikation bei der Schweizer Jugend an erster Stelle kommt. Während in den USA und in Südamerika auch gerne über die Zuckerberg-Plattform Facebook gechattet wird, nimmt diese bei uns mit schwachen 13 Prozent schon fast eine Statistenrolle ein. Übrigens: Die gute alte SMS ist in den USA noch überaus beliebt und wird bei 79 Prozent der Jugendlichen als Kommunikationskanal genutzt.

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#2: Die Wirkung des Webs auf die Politik

Für zahlreiche Schweizer Jugendliche wird die Politik durch soziale Medien nicht interessanter – 70 Prozent der Befragten glauben zudem, dass politische Inhalte auf Twitter, Facebook und Co. manipuliert sein könnten. Dass politische Themen online kommentiert und diskutiert werden können, bewertet der Grossteil der internationalen Jugend derweil positiv.

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#3: Facebook: Die Plattform für politische Diskussionen?

Das Jugendbarometer der Credit Suisse belegt, dass politische Diskussionen auch hierzulande immer mehr Einzug in die sozialen Medien, allen voran Facebook, halten. Vergleicht man die Daten jedoch mit den USA, Singapur und Brasilien, so fällt auf, dass wir uns in puncto politische Partizipation doch noch eine Scheibe abschneiden können: Nur 24 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz hat schon mal politische Gruppierungen oder Aktionen auf Facebook unterstützt, in Brasilien macht dies hingegen mehr als jeder Zweite.

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#4: Die wichtigsten Informationsquellen

Die Umfrage der Credit Suisse zeigt zudem, dass die Jugendlichen in der Schweiz sich meistens digital über aktuelle Weltgeschehnisse informieren. Das gute alte TV gehört nur noch in Brasilien zu den wichtigsten Informationsquellen.

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#5: Die Rolle von Snapchat

Während das Interesse an Facebook, Instagram und Twitter immer mehr abnimmt, erlebt die App Snapchat einen regelrechten Boom: Stolze 52 Prozent der Schweizer Jugend nutzt Snapchat und bewertet die Anwendung als Top-App. Zum Vergleich: In den USA wird Snapchat nur von 44 Prozent der Jugendlichen genutzt.

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#6: Ziele und Probleme

Die Flüchtlingsthematik bereitet der Schweizer Jugend zunehmend Sorgen. Wurde diese im Barometer von 2010 nur von 22 Prozent der Befragten als Problem bezeichnet, so sind es heute bereits 46 Prozent. Das Top-Ziel für unsere Jugendlichen ist es, die eigenen Träume verfolgen zu können.

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#7: Der Wunscharbeitgeber

Google wird von der Schweizer Jugend nach wie vor als exzellenter Arbeitgeber eingeschätzt, dicht gefolgt von der SBB und Novartis. Bedeutend ist für die hier lebenden Jugendlichen im Hinblick auf ihre Karriere ein guter Chef, der seinen Mitarbeitern tolerant gegenübertritt, sowie ein moderner Arbeitsplatz.

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#8: Geld, Schulden und Co.

Gute Nachrichten: In der Schweiz machen sich Jugendliche sehr viel weniger Sorgen um Geld, als Jugendliche in Singapur, Brasilien und den USA. Nur 33 Prozent der Schweizer Jugendlichen empfinden ihre finanziellen Verpflichtungen als Belastung.

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Mit Material von blick.ch, watson.ch