Eine natürliche Souveränität wie US-Präsident Barack Obama besitzen die wenigsten. Die gute Nachricht ist, dass sich daran arbeiten lässt. Wie das geht, lest ihr hier.

Mit jeder Menge Souveränität durch ein wichtiges Meeting
Souveränität at its best: Diese 10 Verhaltensregeln sind der Schlüssel zum Meeting-Erfolg (Foto: © Jacob Lund / Adobe Stock)

Spätestens in eurem ersten Fulltime-Job werdet ihr merken, dass die Geschäftsleitung nichts lieber tut, als endlos lange Meetings abzuhalten. Ob es dabei um wichtige Investoren, Krisen oder Geld geht, spielt oft keine Rolle – Fakt ist nämlich, dass die aus dem Meeting resultierenden Ergebnisse häufig kurze Zeit später wieder in Vergessenheit geraten. Wie ihr während solcher Besprechungen trotzdem Souveränität an den Tag legt und beteiligt wirkt, verraten euch die folgenden zehn Tipps:

#1: Erkundigt euch nach Etappenzielen

Ihr wollt die Bewunderung eures Vorgesetzten und eurer Kollegen einheimsen? Kein Problem! Fragt einfach nach etwaigen Etappenzielen, denn so wirkt ihr hundertprozentig so, als hättet ihr euch bereits vorher Gedanken gemacht – und hebt euch damit von euren Arbeits-Kumpanen ab.

#2: „Nachhaltigkeit“ – der Schlüssel zum Rhetorik-Erfolg

Hat ein bestimmtes Projekt keine Etappenziele, ist es mit grosser Wahrscheinlichkeit auch nicht nachhaltig. Da jedoch im Öko-Bewusstsein des 21. Jahrhunderts Nachhaltigkeit eine besonders grosse Rolle spielt, könnt ihr anstatt nach Etappenzielen auch nach einem sogenannten Nachhaltigkeitsplan fragen. Für euren Chef strotzt ihr damit mit Sicherheit nur so vor Souveränität.

#3: Während der Redner spricht, blättert ihr in der Präsentation

Vollkommene Souveränität bei völliger Ahnungslosigkeit signalisiert ihr, indem ihr die vorliegende Präsentation gründlich durchblättert und studiert. So zeigt ihr den Anwesenden nicht nur, dass ihr bereits ein paar Schritte vorausdenkt, sondern schafft es so auch, den Präsentierenden ein wenig einzuschüchtern – was ein Spass!

#4: Macht euch Notizen

Während ihr durch die Präsentation blättert, solltet ihr nicht vergessen, euch ausgiebig Notizen zu machen. Das wird die anderen anwesenden Personen dazu motivieren, dies ebenfalls zu tun – und schon ist eine Diskussionsgrundlage geboten.

#5: Gender-Komponenten nicht vergessen

Lasst die Anwesenden unbedingt wissen, dass ihr viel Wert auf Gender-Themen legt – so macht ihr euch vor allem beim Vorgesetzten überaus beliebt. Zudem mögen es Investoren, wenn sich jemand Gedanken über Gender-Themen macht, selbst wenn es bei einem Projekt um die Bestellung von Werkzeug geht.

#6: Der Satz der Sätze: „Ich befürchte, dass…“

Wenn ihr Befürchtungen in eine Diskussion einbringt, wirkt ihr unheimlich souverän. Davon abgesehen werdet ihr nie erklären müssen, warum genau ihr eine bestimmte Befürchtung habt, weil euch irgendwer von den Anwesenden sowieso blitzschnell zustimmen wird.

#7: Werft mit Fremdwörtern um euch

Je hochgestochener ihr sprecht, desto ernster nimmt man euch. Zum Meeting passende Ausdrücke könnt ihr vorab nachschlagen – besonders gut kommt immer das Wörtchen „adäquat“!

#8: Putzt euch raus

Ihr habt einen massgeschneiderten Anzug und eine Markenuhr? Dann ist das Meeting die passende Gelegenheit, diese Stücke endlich mal zu präsentieren. Zusätzlich könnt ihr euer XXL-Smartphone vor euch auf dem Tisch platzieren – ihr seid schliesslich so wichtig, dass ihr keinen Anruf verpassen dürft!

#9: Unterstreicht eure Wichtigkeit

Wenn euer auf dem Tisch platziertes Smartphone dann klingelt (den Anruf macht ihr natürlich vorher mit einem beliebigen Kumpel aus), entschuldigt ihr euch mit dem Satz „Dieses Gespräch muss ich wirklich annehmen“ bei allen Anwesenden. Eure Kollegen werden sich sicher fragen, warum sie von niemandem angerufen werden…

#10: Verlasst das Meeting früher, um auf eine „Projektbesichtigung“ zu gehen

Niemand im Raum wird euch davon abhalten, an einem wichtigen Projektbesuch teilzunehmen – sie werden eher beeindruckt sein. Falls im Nachhinein irgendwer nachhaken sollte, könnt ihr euch souverän darüber beschweren, dass die Führung des Projektes schlecht organisiert war und ihr besser beim Meeting geblieben wärt.

 

Mit Material von storyfilter.com