Die Männer wollen es und die Frauen wünschen sie sich: Die Traummasse 90-60-90. Aber stimmt das wirklich? Wie erreichen wir die Perfektion? Oder heisst die Lösung schlicht Fotoshop?

Norma Jean Baker alias Marilyn Monroe: Eine Frau mit Ausstrahlung

Wenn man von Traummassen einer Frau spricht, verfolgen uns diese Zahlen schon seit Jahrzehnten: Die Modelmasse 90-60-90 (Umfang von Brust-Taille-Hüfte). Fast 90 Prozent der Frauen geben bei der Umfrage der Körperpflegelinie Dove an, dass das aktuelle 90-60-90-Ideal vor allem durch die Medien immer noch aufrechterhalten wird. Nur knapp jede Zweite lässt sich hauptsächlich durch die Wünsche der Männer beeinflussen. Doch sind diese Ideale wirklich noch das Mass aller Dinge? Die Antwort: Jein, nicht unbedingt.

Das Verhältnis zählt

Die Faszination der sogenannten „Sanduhrfigur“, wobei die Hüfte 90 cm Umfang misst und die Taille einen 60cm-Umfang hat ist zwar tatsächlich wissenschaftlich bewiesen. Doch wichtig sind nicht die genauen Masse 90-60-90 (wie lange Zeit herumgeisterte), sondern das Verhältnis. So fanden die blinden Versuchskandidaten bei einem wissenschaftlichen Test auch die Frauen attraktiv, welche keine 90-60-90-Masse hatten. Wichtig war das richtige Verhältnis zwischen Hüfte und Taille. Die Frau mit dem Hüft-Taillen-Verhältnis 100/70 war also zum Schluss genauso beliebt wie die Dame mit ihren 90/60-Verhältnis.

90-60-90 muss es nicht sein – das Verhältnis macht’s aus (© Digital Vision)

Fotoshop macht’s möglich

Der Clip „Fotoshop by Adobé“ des Filmemacher Jesse Rosten macht sich lustig über den Schönheitswahn der Werbeindustrie. Er kommentiert sein Video mit „This commercial isn’t real, and neither are society’s standards of beauty.“ – eine gelungene Parodie.

Ausserdem..wer ist schon perfekt?

Bevor ihr nun zum Massband greift und euer Hüft-Taillen-Verhältnis messt, raten wir euch, das ganze nicht zu ernst zu nehmen. Schönheit hat viel mit der persönlichen Einstellung zu tun: Wer sich hübsch fühlt, strahlt das auch aus und wirkt charmant und sexy!