Für den Grossteil der Weltbevölkerung gehört Sex zum Alltag – auch vor der Ehe. Warum manch einer trotzdem enthaltsam bis zur Eheschliessung lebt, lest ihr hier.

Sex vor der Ehe ist für einige Menschen ein Tabu
Sex vor der Ehe: Muss oder No-Go? (Screenshot via: Instagram)

Hat man einmal den Mann oder die Frau fürs Leben gefunden, würde man am liebsten alle wichtigen Dinge des Lebens exklusiv mit dieser Person teilen – auch den ersten Sex. Doch warum entscheiden sich immer mehr junge Menschen dazu, vor der Ehe enthaltsam zu leben? Der SRF hat mit einem verheirateten Mann in den Zwanzigern über dieses Thema gesprochen und bringt damit zumindest ein wenig Licht ins Dunkle.

Sich einfach bedienen? Ein No-Go für enthaltsam lebende Menschen

Der Interviewpartner des SRF wurde relativ religiös erzogen. So hat er in seiner Jugend immer wieder von Eltern und Kirche gehört, dass Sex eine Sache ist, die zumindest aus Sicht der Kirche für die Ehe vorgesehen ist. Er befand sich im Zwiespalt, wollte sich einerseits ausprobieren und andererseits nicht über die Stränge schlagen – bis ihm eines Tages klar wurde, dass er eine Beziehung möchte, in der sich Mann und Frau treu sind, eine tiefe Verbundenheit verspüren, füreinander einstehen und mit dem Sex aufeinander warten. Warten wurde für den jungen Mann zum Inbegriff von Respekt für den anderen Menschen.

Sex, Liebe und Partnerschaft als Vision

Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, fiel es auch dem Befragten sichtlich schwer, mit dem Sex zu warten und seine sexuellen Bedürfnisse in den Hintergrund zu stellen. Dabei geholfen habe ihm die Vision, Sex mit nur einer einzigen Frau zu teilen – der Ehefrau. Er hat sich vor allem in seiner Jugend gewisse Grenzen gesetzt, zum Beispiel nicht mit seiner damaligen Freundin in einem Zimmer zu schlafen. Klar war und ist: Sein Vorhaben würde nur gelingen, wenn er eine Partnerin hat, die seine Vision von Enthaltsamkeit vor der Ehe teilt.

Der tiefste Ausdruck von Einheit und Liebe?

Was den jungen Mann von gleichaltrigen Bekannten und Freunden unterscheidet, ist eigentlich schnell auf den Punkt gebracht: Er sieht die Beziehung zwischen Mann und Frau als eine exklusive Einheit, für die es sich aufzusparen lohnt. Der Gedanke des Wartens berühre die Leute – warum also nicht auch mit dem Sex warten? Immerhin sprechen wir hier vom wahrscheinlich tiefsten Ausdruck von Liebe und Einheit…

 

Mit Material von srf.ch