Das Horn des Wildtieres bringt in Asien viel Geld: Dass das Nashorn dafür bald ausstirbt, interessiert die Wilderer nicht.

Wegen der zunehmenden Wilderei ist das Nashorn nun vom Aussterben bedroht.
Wilderer in Südafrika töten das Nashorn, um sein Horn in Asien teuer zu verkaufen. (Screenshot via: Instagram)

Das Horn des Nashorns ist heutzutage offensichtlich mehr wert als Gold oder Koks. Vor allem in Ostasien steigt die Nachfrage mittlerweile so sehr an, dass das südafrikanische Rhino nun ernsthaft in seiner Existenz bedroht ist. Geht die Wilderei dort so weiter wie bisher, wird das Nashorn dort innerhalb der nächsten zehn Jahre aussterben. Der Grund ist klar: Ein 900 Gramm schweres Horn kann auf dem Schwarzmarkt für satte 60.000 Dollar verscherbelt werden. In Teilen Asiens glaubt man, es könne Krebs heilen und die Potenz erhöhen.

In den letzten zehn Jahren hat die Jagd auf Nashörner um fast 8000 Prozent (Wild and Free Foundation) zugenommen. Wilderei ist heutzutage ohnehin eines der grössten kriminellen Wirtschaftsphänomene: Schon seit Jahrzehnten werden Elefanten für Elfenbein getötet, Gorillas für einzelne Körperteile wie Kopf und Hände und Löwen als Trophäe. Welchen Schaden die Wilderer damit nicht nur dem Tierbestand selbst, sondern einem ganzen Ökosystem zufügen, scheint dabei keine Rolle zu spielen.

Tierrechtler kämpfen heutzutage an der Seite von Soldaten gegen das Aussterben wilder Tiere

Nicht nur freiwillige Organisationen, auch ein militärischer Zusammenschluss hat sich nun in Südafrika dem Schutz des Nashorns verschrieben. Portrack heisst die mittlerweile grösste Anti-Wilderer-Gruppe: Soldaten aus aller Welt können unter bestimmten Voraussetzungen teilnehmen. In den Löwengebieten der südafrikanischen Savanne lauern sie Wilderern auf, um diese zu „extrahieren“; in Zusammenarbeit mit Tierärzten finden und versorgen sie verletzte Nashörner, und sie beobachten afrikanische Ranger, die sich allzu oft von den Wilderern bestechen lassen.

Für die „Animal Soldiers“ ist es ein Leben in einer Art Krieg: Ein intensives Überlebenstraining bereitet sie auf Nahkämpfe, den Umgang mit Raubtieren und Nahrungsvorräte am Limit vor.

Auch du kannst helfen, das Nashorn zu retten

Um zu helfen, musst du gar nicht unbedingt Wilderern im südafrikanischen Busch auflauern: Du kannst auch einfach Geld spenden für freiwillige Organisationen wie zum Beispiel die Wild and Free Foundation.

 

Mit Material von VICE, Wild and Free Foundation