Seit dem 1. November ist es Ärzten in Australien erlaubt, ihren Patienten ein Rezept über Marihuana zu verschreiben.

Australien legalisiert den medizinischen Gebrauch von Marihuana
Medizinisches Marihuana darf in Australien ab sofort legal angebaut werden (Foto: © eight8 / Adobe Stock)

Bei kaum einer Debatte scheiden sich die Geister so sehr wie bei der Legalisierung von Marihuana. Fakt ist, dass mittlerweile immer mehr Länder den Gebrauch von medizinischem Marihuana legalisieren möchten, um die Lebensqualität ihrer an Krebs, MS und AIDS erkrankten Bewohner nachhaltig zu verbessern. Forschungen belegen, dass sich der Konsum von Marihuana entspannend auf den Körper auswirkt, Schmerzen lindert sowie den Appetit anregt. Das jüngste Land, das entsprechende Gesetze zur Legalisierung von Marihuana verabschiedet hat, ist Australien: Hier ist der Anbau und Vertrieb von Gras ab sofort rechtens – zumindest im medizinischen Kontext.

Was sind die Auflagen für den legalen Marihuana-Anbau in Australien?

Ganz so einfach wie die Dinge scheinen, ist es allerdings auch in Australien nicht: Zwar hat die sogenannte Narcotic Drugs Amendment Bill 2016 die Produktion von medizinischem Marihuana legalisiert, dennoch müssen Ärzte und Pro-Marihuana-Organisationen sich für eine Gras-Lizenz registrieren, bevor sie das hierzulande immer noch illegale Rauschmittel an Patienten verschreiben oder selbst anbauen dürfen. Interessenten müssen zunächst einen Sicherheitstest beim Office of Drug Control ablegen und damit beweisen, dass das entsprechende Marihuana-Gewächshaus nicht für unseriöse Zwecke genutzt wird. Dass sich bereits hunderte Unternehmen und noch mehr Menschen für die Registrierung gemeldet haben, überrascht nicht.

Jeder australische Staat hat derweil (noch) seine eigenen Auflagen, was den legalen Anbau und Konsum von Marihuana angeht. Victoria ist der erste Staat, der den Gras-Anbau erfolgreich legalisieren konnte. Weitere werden mit ziemlicher Gewissheit folgen.

Mit Material von mashable.com