Standardisierte Tests sind heutzutage gängig in Schulen und Unis. Warum diese absolut nichts mit dem realen Leben zu tun haben, lest ihr hier.

Das reale Leben lässt sich nicht standardisieren
Leben: Warum wir guten Gewissens auf standardisierte Tests verzichten können (Foto: © Gajus / Adobe Stock)

Über den Begriff „standardisierte Tests“ sind wir wohl alle schon einmal gestolpert, schliesslich sind diese in Schulen und Unis an der Tagesordnung. Das Prinzip von standardisierten Tests ist simpel: Anhand der Fragen und Prüfungsaufgaben soll gemessen werden, ob alle Test-Teilnehmer auf dem gleichen Wissensstand sind. Ferner sollen solche Tests dazu dienen, Schüler und Studis zu klassifizieren – sie in Schubladen zu stecken, wenn man so will. Was die Verantwortlichen hier oft vergessen: Manchmal können selbst die schlauesten Köpfe nicht in standardisierten Tests brillieren, weil sie keine standardisierten Leben führen.

Lasst das Leben nicht zu kurz kommen!

Eine kleine Geschichte soll veranschaulichen, was wir damit meinen: Lena kommt aus den USA und hat schon als Kind liebend gerne in ihrem Zimmer gesessen, Bücher gelesen und für die Schule gepaukt. Gute Noten waren ihr wichtig – so wichtig, dass sie viel früher als geplant ihren SAT (Einstufungstest für amerikanische Unis) absolviert hat. Mit ihrem guten Ergebnis konnte sie bereits früh auf ein College gehen und eine klassische Nerd-Karriere einschlagen. Ihr Leben ist allerdings irgendwie auf der Strecke geblieben…

Lenas Schwester Annie hingegen war als Kind das genaue Gegenteil: Sie probte schon immer vor dem Spiegel ihre Wirkung auf andere, ihre Noten waren nebensächlich und ihre Freizeit kam alles andere als zu kurz. Annie ist ans College gegangen, hat kein angesehenes Fach studiert, aber zumindest eines, das ihr Spass macht. Nun geht Annie einem 9-to-5-Bürojob nach, in dem sie sich zu Hause und angekommen fühlt. Und ihre jungen Jahre hat sie genutzt, um zu leben. Sie hat sich ausprobiert, hat Gelegenheitsjobs gemacht und ist in der Welt herumgekommen.

Weil wir nur einmal leben

Nachdem das Super-Brain Lena das College abgeschlossen hat, musste sie schmerzlich feststellen, dass ihre Praxiserfahrung ganz schön zu wünschen übrig lässt. Unternehmen konnten nicht wirklich was mit ihr anfangen, konnte sie doch nicht ein einziges Praktikum vorweisen. Was Firmen nämlich wirklich interessiert ist nicht, wie gut ihr in bestimmten Tests abgeschnitten habt. Vielmehr solltet ihr ein wenig Erfahrung und Fähigkeiten mitbringen, die für euren Wunsch-Job ausschlaggebend sind. Standardisierte Tests sind in etwa so realitätsfern wie eine Hitzewelle in der Antarktis. Und was sagt uns das? Vergesst nicht zu leben! Denn das ist am Ende des Tages das einzige, woran ihr euch voller Freude erinnern könnt…

 

Mit Material von upworthy.com