Britische Künstler haben endgültig genug vom gesellschaftlichen Unmut gegenüber Obdachlosen – und starten eine bewegende Aktion.

So lehnen sich Künstler gegen den Obdachlosen-Unmut auf
Britische Künstler starten ihren ganz eigenen Widerstand gegen die Ablehnung von Obdachlosen (Screenshot via: betterthanspikes.tumblr.com)

Als hätten obdachlose Menschen es schon nicht schwer genug, wird ihnen das Leben in einigen Metropolen noch mehr zur Hölle gemacht: Immer mehr Städte, darunter Montreal und Tokio, installieren an bei Obdachlosen beliebten Plätzen Stachel, um die Heimatlosen davon abzuhalten, sich dort häuslich einzurichten.

(Screenshot via: Instagram)
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Und auch in der französischen Stadt Toulouse haben Obdachlose es zunehmend schwer, ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen zu finden, wie eine Bank zeigt, an der von der Stadt Armlehnen angebracht wurden, damit sich dort niemand hinlegen kann. Jeder klar denkende Mensch weiss, dass diese Methoden wohl kaum das Problem der zunehmenden Obdachlosigkeit in Grossstädten bekämpfen. Sie sind bloss ein frecher Weg, um obdachlosen Menschen durch die Blume mitzuteilen, dass sie sich gefälligst woanders niederlassen sollen. Britische Künstler haben sich dies zum Anlass genommen, um ein ganz besonderes Zeichen gegen die unzumutbare Behandlung von Obdachlosen zu setzen.

„Space, Not Spikes“ schafft Obdachlosen einen sicheren Hafen

Nachdem nun auch die Regierung in London die äusserst fragwürdige Stachel-Methode vor einem Nachtclub installiert hatte, reichte es den Künstlern ein für alle Mal. So riefen sie die Aktion „Space, Not Spikes“ ins Leben und gestalteten die von der Stadt modifizierten Plätze kurzerhand ein wenig um: Eine Matratze, ein paar Kissen und Lesestoff sollten fortan erneut obdachlose Menschen anlocken und sie dazu einladen, ein entspanntes Schläfchen an den eigentlich für sie verbotenen Plätzen zu machen.

(Screenshot via: Twitter)
(Screenshot via: Twitter)
(Screenshot via: Twitter)
(Screenshot via: Twitter)

Menschlichkeit: Der Schlüssel zum Erfolg

Leider sorgen immer mehr Anti-Obdachlosen-Gesetze für die gesellschaftliche Benachteiligung der betroffenen Menschen. In den USA ist es Heimatlosen beispielsweise verboten, in Autos zu nächtigen – andere Länder verbieten das Betteln an gut besuchten Plätzen der Städte. Umso schöner, dass es Gruppen und Organisationen gibt, die sich dafür einsetzen, hilfsbereit und menschlich zu sein. Das Video der Künstler, die „Space, Not Spikes“ ins Leben gerufen haben, gibt es hier:

 

Mit Material von upworthy.com