Die Welt der Küchengeräte ist vielfältig und bietet für jeden Bedarf praktische Helfer. Doch nicht alles, was der Markt hergibt, macht für die heimische Küche tatsächlich Sinn. Einige Gerätschaften wirken eher kurios als sinnvoll. In Frankfurt am Main fand zwischen 10. und 14. Februar die Ambiente 2017 statt. Welche innovativen Produkte auf der Internationalen Konsumgütermesse die Besucher begeisterten und was eher als unnötiger Schnick-Schnack eingestuft werden kann, verraten wir hier.

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Allgemeine Eindrücke zu den Ambiente Küchentrends

Über 4.450 Aussteller waren auf dem Frankfurter Messegelände in Deutschland vertreten, um während der grössten Konsumgütermesse abseits von Asien den 142.000 Besuchern ihre neuesten Produkte zu präsentieren. Klar im Fokus der Ambiente im Bereich Dining stand die Funktionalität. Während natürliche Materialien wie Holz und Ton wieder eine grössere Rolle spielen, hatten Klassiker wie Glas, Gusseisen und Emaille ihren grossen Auftritt. Man besinnt sich damit wieder vermehrt auf langlebige Werte. Gleichzeitig regten die zunehmenden Anforderungen an eine schonende Zubereitung sowie der Schutz von Aromen die Hersteller zum Umdenken an. Beim Design gaben natürliche Materialien und Pastellfarben den Ton an.

  • Effiziente Hochleistungsmixer

Für Haushalte, die regelmässig mixen, hatte das Unternehmen Vitamix Corporation etwas Passendes in petto: Die Ascent Series Hochleistungsmixer. Sie sind nicht nur leistungsstark und präzise, sondern erleichtern den Umgang gleichzeitig mit intuitiver Bedienung und Behältern mit hohem Fassungsvermögen. Von leckeren Smoothies über feinste Suppen bis hin zu Desserts lassen sich damit diverse Gerichte zubereiten. Einziger Nachteil: Derartige Standmixer haben einen entsprechenden Platzbedarf und lassen sich in den üblichen Küchenschränken nur umständlich verstauen. Wesentlich weniger Fläche nehmen Stabmixer in Anspruch. Im aktuellen Modellvergleich unter stabmixer.de wurden die Top-Modelle des Jahres aufgeführt und die wichtigsten Kaufkriterien zusammengefasst. Die Übersicht des Vergleichsportals zur den Vor- und Nachteilen von Stab- und Standmixer kann die Entscheidung erleichtern:

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  • Simpel und gut: Der Fisch-Schäler

Viele wären froh, wenn das Filetieren eines Fisches endlich so einfach wäre, wie das Schälen einer Karotte. Das Unternehmen Triangle liefert genau dafür die Lösung. Mit dem Filet-Schäler Filetto sollen sich Gräten vom Filet gleichermassen einfach, wie die Schale beim Gemüse entfernen lassen. Mit Hilfe eines Edelstahldrahtes wird die Trennung vollzogen. Für Fischliebhaber eine sinnvolle Anschaffung.

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  • Küchenmaschine von SMEG

Erstmals auf der Ambiente vertreten, war in diesem Jahr der Familienbetrieb SMEG. Das italienische Unternehmen stellte eine eigene Küchenmaschine vor, welche die Aufmerksamkeit der Fachbesucher auf sich zog. Nicht nur das trendgerechte Design im 50er-Jahre-Stil fand Zuspruch. Auch eine innovative Beschichtung der Knethaken, der effiziente Motor mit zahlreichen Geschwindigkeitsstufen sowie die flexiblen Einsatzmöglichkeiten überzeugten das Publikum.

  • Das wärmeleitende Brotmesser Spreadthat! Deluxe

Kein Muss aber für Butterfreunde, die es grundsätzlich verpassen die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, sicherlich eine Erleichterung: Das Spreadthat! Deluxe Messer von That Inventions leitet die Körperwärme aus der Hand direkt zur Schnittfläche des Messer und gewährleistet damit ein butterweiches Streichvergnügen. Wer´s braucht!

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  • 3 in 1: Presse Force One

Clevere Küchengeräte erleichtern nicht nur die tägliche Zubereitung von Nahrungsmitteln, im Idealfall machen sie gleichzeitig andere Gerätschaften unnötig: Diese Kombination schafft die Presse Force One der Firma Gefu. Gefu ist es gelungen eine Spätzle-, Kartoffel- und Saftpresse in einem Küchengerät zu vereinen. Dank modernster Hebeltechnik werden Gemüse und Obst ohne übermässigen Kraftaufwand gepresst und die Möglichkeit das Gerät in der Spülmaschine zu reinigen, ist nicht weniger geschätzt. Beim Kücheninnovationspreis 2017 wurde die Force One unter anderem für Ergonomie prämiert.

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  • Schokoladenfondue 2.0: DELÍCIA

Tescoma erfand mit DELÍCIA ein praktisches Schokoladenfondue, das in der Kategoire Elektrokleingeräte sogar den Kücheninnovationspreis 2017 für Design und Funktionalität gewann. Die elektronisch betriebene Alternative erlaubt die komfortable Wärmeregulierung ohne Anbrennen und kann neben dem Eintauchen von Obst und Keksen auch zum Schmelzen von Kuvertüre zum Einsatz kommen. Mit dem integrierten und herausnehmbaren Behälter lässt sich übrige Schokolade bequem aufbewahren.

Eher unnötig: Löffelhalter und Saucendosierer

Ob ein Küchengerät überflüssig oder praktisch ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Unserer Einschätzung nach, wurden auf der Ambiente einige Erfindungen präsentiert, auf die man gut verzichten kann. Ein Beispiel ist der Probierlöffelhalter der Grip-Group. „Babette Steel“ befestigt man direkt am Kochtopf, um schmutzige Probierlöffel, Kochlöffel oder Schneebesen zu platzieren. Was auf den ersten Blick vielleicht vorteilhaft wirkt, würden wir als unnütz bezeichnen. Denn ein kleiner Teller erfüllt den gleichen Zweck und weniger zum Abwaschen wird es durch den Probierlöffel-Halter auch nicht. Denn auch er muss später gespült werden.

Gleichermassen unnötig, erscheint uns der Saucendosierer Lékué SL, der aussieht wie eine gewöhnliche Schöpfkelle, jedoch über ein Loch verfügt. Dort befindet sich eine Kugel, welche die Sosse gleichmässig auf dem Pizzaboden verteilen soll. „Denn die Drehbewegung der Kugel, mit der man über den Teig rollt, dosiert sie portionsgerecht“, fügt die Hannoversche Allgemeine unter haz.de in einem Beitrag über acht neue Küchenhelfer hinzu. Unser Fazit: Das Verteilen von Tomatensosse schafft man sicherlich auch ohne Lékué SL ganz gut.

 

Quelle der Bilder: stux (Eischnee) / mariaricci (Forelle) / congerdesign (Butterbrot) /WerbeFabrik (pixabay.com)