Teil der der Knigge-Serie: Small Talk – mehr als Wettergeplauder. Ist was du sagst wirklich so wichtig? Wie schaffst du den Einstieg? Und worüber solltest du besser nicht sprechen?

Auch beim lockeren Plaudern gibt es den ein oder anderen Trick.

Die Körpersprache
Was denkst du, was erzeugt bei deinem Gegenüber die grösste Wirkung? Gemäss einer Studie des Psychologen Dr. Albert Mehrabian sieht die Gewichtung wie folgt aus:

Interessant: WAS du sagst ist mit Abstand am unwichtigsten – jedenfalls wenn es darum geht, wie dich die Gesprächspartner wahrnehmen.
Interessant: WAS du sagst ist mit Abstand am unwichtigsten – jedenfalls wenn es darum geht, wie dich die Gesprächspartner wahrnehmen.

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Platz eins: Deine Körpersprache. Die häufigsten Signale und was sie sagen:

  • Verschränkte Arme bei Männern: Ablehnung
  • Verschränkte Arme bei Frauen: Schutzbedürfnis
  • Den Körper nach vorne lehnen: Interesse und Unterbrechen-Wollen
  • Den Körper nach hinten lehnen: Desinteresse und Ablehnung
  • Mit dem Bleistift, Haargummi o.ä. spielen: Unsicherheit
  • Augenbrauen heben: Arroganz oder Skepsis
  • Den Blickkontakt nicht halten: Unsicherheit und Verlegenheit

Tipp: Nicht steif an Ort und Stelle stehenbleiben. Du darfst dich ruhig etwas bewegen.

Der gesprochene Inhalt ist mit 7% klar der Verlierer dieses Charts. TROTZDEM ist das Gesprochene nicht zu unterschätzen! Deine Stimme jedenfalls verrät den anderen, wie es dir geht. Atme tief bis in den Bauch, sprich ruhig und nicht zu schnell. Richtig eingesetzt kann sie dir einen souveränen Auftritt garantieren!

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„Hallo, wie geht’s?“ – Der Einstieg

  • Stell dich vor und frag nach, wer vor dir steht. Zum Beispiel: „Ich bin die Schwester der Braut. In welcher Verbindung stehen Sie zum Paar?“
  • Oder du knüpfst an etwas an, das du bereits über die Person weisst. Zum Beispiel: „Stimmt es, dass du am Marathon mitgelaufen bist?“
  • Verrate etwas über dich selbst: Stell offene Fragen, das heisst keine Ja-Nein-Antworten. Wer, wie, wo, was bist du?

Grüeziwohl!

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Darüber lieber nicht sprechen…

  • Schwere Krankheiten
  • Schwere Schicksalsschläge – das überfordert
  • Deine Verdauung und andere unappetitliche Einzelheiten
  • Klatsch und Tratsch über Kollegen – Du weisst nie, wie die Personen zueinander stehen!

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Bleib in Erinnerung!
Denn das ist der Sinn und Zweck des Small-Talks! Halte deine Visitenkarten bereit. Streckt dir jemand seine Karte entgegen, nimm sie dankend an, lies sie und gib im Gegenzug deine. Bewahre sie bitte nicht in der Hosentasche auf. Vorgewärmte Kärtchen sind nicht so das Wahre….

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Du merkst, WAS du sagst ist gar nicht zentral. Viel wichtiger ist die Art und Weise deines Auftretens. Sei charmant, ehrlich interessiert und das Lächeln nicht vergessen.


 

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Good manners – Die Begrüssung

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