Weiter geht’s mit unserer Knigge-Serie. Jetzt widmen wir uns der Kleidung. Ein wahnsinnig umfangreiches Thema. Wir beschränken uns auf die Dresscode-Basics, die jeder Toast kennen sollte. Los geht’s!

Business Casual, Smart Casual, Business Suit - Hast du noch den Überblick?

Ob wir es wollen oder nicht: Unser Erscheinungsbild entscheidet über den ersten Eindruck, den wir bei unserem Gegenüber hinterlassen. Deshalb gilt es die wichtigsten Dresscode-Regeln zu kennen. Bevor du dich anziehst, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Wo geh ich hin?
  • Wen treffe ich dort?
  • Was möchte ich mit meinem Auftreten aussagen?
  • Was ist meine Aufgabe?

Wenn man nicht weiß, was man zu einer Gesellschaft anziehen soll, kommt man am besten als erste. Dann haben die anderen das Gefühl, falsch angezogen zu sein. –  Dagmar Koller

 

Die Dresscodes im Überblick
Auf Einladungen wird lediglich der Dresscode für den Mann vorgegeben. Die Frau weiss sich dem Stil anzupassen. Doch was steckt hinter den fancy Wörtern?

Casual; Sporty Casual; Freizeitlook
Lockererer, zwangloser Look. Hier kannst du deinen persönlichen Stil richtig zur Geltung bringen. Turnschuhe sind in Ordnung. Es ist erlaubt, was dir gefällt, und worin du dich wohl fühlst. Natürlich gilt aber auch hier: Bitteschön gepflegt.

Smart Casual; Urban Chic
Immer noch freizeitlich aber nicht mehr ganz so locker wie Casual. Männer, lasst die Krawatte zuhause. Ein Poloshirt oder ein schönes Stoffhemd passt, auch ein schöner Pullover darf es sein. Eine Jeans ist okay, pack im Zweifelsfall aber noch eine Stoffhose ein.

Business Casual; Casual Elegance
Ähnlich wie Smart Casual, etwas förmlicher als Casual. Du musst aber noch nicht gleich zum Veston greifen. Auch hier kannst du die Krawatte weg lassen.

Strassenanzug; Business Suit; Business Attire
Klare Sache: Ein dezenter Anzug in einer eher dunklen Farbe oder alternativ dazu ein schlichter Veston. Das Hemd ist weiss, einfarbig oder dezent gemustert.
Damen: Hier passt ein schickes Kostüm oder ein Hosenanzug, ebenfalls eher in dunklen Farben. Blazer und Rock geht auch. Drunter eine Bluse, ein Shirt in guter Qualität. Ein hübscher Cardigan passt ebenfalls.

Dunkler Anzug
Zum feierlichen Anlass: ein schwarzer oder nachtblauer Anzug, ein weisses Hemd, schwarze Schuhe mit Ledersohle. Dazu eine Krawatte und wenn du magst Manschettenknöpfe und ein Einstecktuch.
Damen: Cocktailkleid oder ein langes Abendkleid.

Black Tie
Dieser Dresscode wird nur abends getragen. Ein Smoking mit einem Hemd mit Kläppchenkragen und Fliege. Kummerbund statt Gürtel, dazu Lackschuhe.
Damen: Cocktailkleid oder ein langes Abendkleid.

 

Grundregel: Je formeller der Anlass, desto zurückhaltender die Farbenwahl.

Für die Herren: Welcher Krawattenknopf passt zu welchem Hemdkragen?

 

Für die Damen: Das kleine Business-Outfit-Einmaleins
Hosenanzug/Kostüm
Die Frau darf sich gerne auch in helleren Farben kleiden. Im Gegensatz zum Mann wirkt sie damit immer noch elegant und geschäftlich.

Blazer
Neben dem Schwarzen, der in keinem Kleiderschrank fehlen darf, sind Pastellfarben oder Beige schick.

Rock
Wenn du dich setzt sollte der Saum nicht weiter als eine Hand breit über die Knie rutschen.

Bluse oder Shirt
Nicht zu viel Tamtam dran, bitte. Rüschen, Schleifen sind hübsch aber du solltest es damit nicht übertreiben. Je mehr Haut du zeigst, desto kollegialer wirkst du auf deine Gegenüber.

Schuhe
Ein Absatz verschafft dir einen schönen und festen Gang. Wähle einen breiten Absatz, das schont die Füsse. Geschossene Pumps, Sling-Pumps oder Peep-Toes. Ohne Absatz: Mokkasins oder Ballerinas. Keine offenen Sandalen.

Socken und Strümpfe
Wenn du einen Rock trägst, gehören zwingend Strümpfe drunter. Durchschnittliche Dicke: 20 den.

Tasche
Je später der Abend desto kleiner die Tasche.

Make-up
Je später der Abend, desto stärker das Make-up. Fashion-Expertin Louise Roe weiss, was ins Schminkkästchen jeder Frau gehört: Ihre Makeup-Musthaves

 

In unserer Kategorie Mode findest du aktuelle Trends – frisch gesammelt von der Berliner Gastschreiberin Lydia H.

 

Hier gelangst du zum Teil eins der Knigge-Serie: Die Begrüssung