Sich beruflich selbst zu verwirklichen ist der Wunsch vieler junger Berufseinsteiger. Die sogenannte Generation Y besteht jedoch nicht nur aus kreativen Freigeistern und Welt-Veränderern.

Generation Y: Junge Erwachsene auf dem Weg zur Top-Karriere (Foto: milanmarkovic78)

Warum die Generation Y so tickt, erklärt Ex-Telekom-Personalchef Thomas Sattelberger gegenüber der Huffington Post. Sicherheit, Prestige und Geld: Das sind laut Sattelberger die Attribute, an denen die Mehrheit der jungen Erwachsenen heute ihre Karriere ausrichtet. Angesichts der zunehmend begrenzten Job-Aussichten in sämtlichen europäischen Ländern setzt der Hochschulabsolvent von heute ganz andere Prioritäten. Nichts mit Musik, Kunst und Selbstverwirklichung, schliesslich muss das Dach über dem Kopf irgendwie bezahlt werden.

Was die Zeit mit sich bringt

Sein eigenes Ding machen, in coolen Praktika mit noch cooleren Mitarbeitern einem entspannten Job nachgehen – all das war vor knapp zehn Jahren das Ziel eines ganzen Jahrgangs, der Generation X. Doch was damals angesagt war, gilt längst nicht für die heutige Generation: Die ach so kreativ geglaubte Generation Y ist nämlich alles andere als das. Anstatt nach Abenteuern strebt diese zunehmend nach Kontinuität, ohne zu merken, dass das in einer Welt von sich ständig verändernden Branchen genau der falsche Weg ist. Denn die Angst vor einem Scheitern führt im Endeffekt nur dazu, sich nicht ausreichend auf die gigantischen Veränderungsprozesse der nächsten Jahrzehnte einstellen zu können.

Abenteuerlust lautet die Devise

Laut Sattelberger ist es das A und O, vor dem eigentlichen Berufsstart genügend zu experimentieren, um irgendwann so richtig in einem Unternehmen anzukommen. Erreichen lässt sich das vor allem dadurch, auch ab und zu mal einen Weg einzuschlagen, der nicht unbedingt gedacht oder geplant war. Zu viele Akteure der Generation Y führen ein Leben in einem falschen Film und rennen hinter Chancen her, hinter denen sie nicht hundertprozentig stehen. Liebe Generation Y: Lasst die Abenteuer-Katze raus und lebt! Der 9-to-5-Job kommt noch früh genug. Versprochen!