Was wäre es genial, wenn wir uns den gesamten Inhalt eines Studiums in Rekordzeit ins Gehirn übertragen lassen könnten. Experten wollen dies künftig mittels Elektroden ermöglichen.

Studium mal anders: Informationen direkt ins Gehirn übermitteln
Elektroden übermitteln Informationen direkt ins Gehirn (Foto: © Simon Fraser University - University Communications / flickr - CC BY 2.0)

Das Lernen für Klausuren und Prüfungen ist exakt geplant. Der eine schliesst sich Wochen vor dem Termin komplett ein und paukt mit seinen Lernkarten. Andere finden sich zu Lerngruppen zusammen. Was allen Varianten gemein ist? Lernen ist anstrengend. Nun gehen Forscher davon aus, dass wir uns bald das benötigte Wissen ins Gehirn downloaden könnten.

Stellt euch vor, ihr habt am nächsten Tag eine wichtige Prüfung. Eure Lernplanung hat nicht wirklich funktioniert und die Panik steigt. Wie wäre es, wenn ihr euch die Panik sparen könntet und stattdessen alles Wichtige zum Thema direkt in euer Gehirn downloadet? Ein Mausklick am Abend vor der Klausur und schon können wir mit Wissen glänzen? Was klingt wie absolute Science Fiction, ist laut Forschern der HRL Labatories bald kein Problem mehr. Matrix lässt grüssen. Die Forscher haben für einen Praxistest einen Flugsimulator entwickelt, der Pilotenschülern neben dem Simulator auch wichtige Informationen direkt ans Gehirn sendet.

Gesammeltes Weltwissen auf Knopfdruck?

Werden wir in Zukunft alle alles wissen, weil wir uns das gesammelte Wissen der Welt in unser Gehirn laden? Leider nicht. So schnell wird das nicht geschehen. Die Forscher von HRL haben zwar in einem Test gezeigt, dass eine Gruppe von Pilotenschülern nach dem Lernen im Simulator und mit der Stimulation durch die Elektroden eine um 33 Prozent verbesserte Flugfähigkeiten hatten als die Placebo-Gruppe. So ganz ohne Lernumgebung und eigenen Antrieb geht es dann leider doch nicht. Aber hey, es wäre auch nicht das Schlechteste, wenn sich durch diese Technik die gesamte Lernzeit während des Studiums um 33 Prozent verkürzt? Oder wenn wir um 33 Prozent bessere Prüfungsergebnisse hätten?

Die Technik steckt zwar noch in den Kinderschuhen. Aber vielleicht sagen wir bald bye-bye zu durchgelernten Nächten, Espresso-Orgien und wochenlangen Examens-Lernmarathons.

Wie HRL die Technik bei den Piloten nutzte, seht ihr hier:

 

Mit Material von unilad.co.uk