Donald Trump möchte Menschen mit muslimischen Glaube verbannen. Doch seine Argumente und dessen Sinn sind gefährlich und lächerlich. Aziz Ansari zeigt in seinem Essay: Die Wahrheit zu verdrehen bringt nichts, denn die Realität sieht schliesslich anders aus.

Donald Trump kriegt in diesem Essay sein Fett weg.
Essay gegen Donald Trump und dessen Islamophobie (Foto: © Gage Skidmore / flickr - CC BY-SA 2.0)

Der US-amerikanische Präsidentenwahlkampf ist in vollem Gange. Fast täglich gibt es Neuigkeiten zu Donald Trump und seinen nie enden wollenden Fettnäpfchen. Mitleidig belächeln wir ihn oder schlagen uns ob seiner Argumente fassungslos an die Stirn. Der US-Amerikaner Aziz Ansari zeigt in seinem Essay, wie gefährlich Donald Trumps Kandidatur tatsächlich für ALLE amerikanischen Staatsbürger ist. Dieser Text ist es wert komplett gelesen zu werden, doch wir haben für euch schon mal die Key-Facts im Überblick.

Trumps Islamphobie ist ein Witz

Ansari zeigt, dass der unmittelbare und direkte Zusammenhang eines einzelnen US-amerikanischen Muslimen und dem Attentäter aus Orlando mathematisch genauso möglich oder eben unmöglich ist, wie jeder weisse US-Bürger Gemeinsamkeiten mit den Amokläufern an Schulen, in Abtreibungskliniken und in Kinos aufweist – nämlich gar keine! Auf Grundlage von erfassten Daten sind in den Vereinigten Staaten nur etwa 0,03 % der muslimischen Bürger mit Terrorverdacht registriert. Wenn Gefühle, Halbwahrheiten und Lügen die Grundlage für ein Stimmungsbild gegen Menschen mit einer bestimmten Religionszugehörigkeit sind, sollten dann nicht alle in den USA auch grosse Angst vor Trump und dessen Familie haben? Schliesslich sind auch weisse, männliche Bürger in der Terrorverdachts-Datenbank gespeichert.

And again: Es braucht bessere Methoden, um sich vor Terrorismus zu schützen

Unter dieser Begründung möchte Donald Trump Muslimen eine Sperre aussprechen, überhaupt ins Land einreisen zu dürfen. Währenddessen wird der Verkauf von Waffen innerhalb des Landes weiterhin so ablaufen wie zuvor. Wobei die Lösung direkt auf der Hand liegt: Verbietet man den Waffenbesitz für Menschen mit einer Neigung zur Gewalt oder ausgiebig definierten Ausschlusskriterien, so senkt sich automatisch das Terrorismus-Risiko. Aber da ist ja das bekannte Argument der National Rifle Association (NRA), dem Lobbyverband der Waffenproduzenten, -verkäufer und -besitzer: Nicht weniger Waffen machen das Land sicher, sondern mehr. Denn wenn jeder überall eine Waffe trage, würde alles besser werden.

Übrigens ist Trump nur das halbe Problem. Trump ist ein Populist. Aber seine Anhänger scheinen entweder auf seiner Wellenlänge zu liegen oder sich in den Bann seiner Rhetorik der Angst einsaugen zu lassen. Und da sind die US-Bürger gefragt, sich entschlossener gegen Trump zu stellen. Aber auch die internationale Gemeinschaft sollte klar Stellung beziehen. Denn Trump ist nur eine Projektion weltweiter Entwicklungen. Ansari sagt dazu:

„Today, with the presidential candidate Donald J. Trump and others like him spewing hate speech, prejudice is reaching new levels. It’s visceral, and scary, and it affects how people live, work and pray. It makes me afraid for my family. It also makes no sense.”

 

Mit Material von upworthy.com, nytimes.com