Der US-amerikanische Veranstalter SFX Entertainment, der unter anderem das Tomorrowland-Festival betreibt, ist pleite. Bereits gebuchte Festivals und Events sollen hiervon jedoch nicht beeinträchtigt sein.

Veranstalter des Tomorrowland-Festivals hat Insolvenzantrag gestellt
Trotz SFX-Pleite: Tomorrowland-Festival soll 2016 stattfinden. (Foto: © tomorrowland.com)

Jetzt ist es tatsächlich so weit gekommen: Nach monatelangen Gerüchten über die desolate Finanzlage des Veranstalters SFX Entertainment hat das Unternehmen offiziell bestätigt, dass es pleite ist. Am 1. Februar 2016 hat SFX Entertainment einen Insolvenzantrag im US-Bundesstaat Delaware eingereicht. Zum Unternehmen gehören unter anderem Festivals wie die Tomorrowland-Reihe, Beatport und der deutsche Veranstalter I-Motion. Das beliebte Tomorrowland-Festival ist laut SFX nicht von der Insolvenz betroffen und wird auch dieses Jahr stattfinden. Gleiches gilt für das MP3-Portal Beatport, das SFX Entertainment vor knapp zwei Jahren gekauft hat. Es wird weiter bestehen bleiben, allerdings werden ihm nach eigenen Angaben gravierende Veränderungen bevorstehen.

Insolvenz als Strategie: Damit auch künftige Tomorrowland-Festivals stattfinden

Dass SFX die Insolvenz in den USA angemeldet hat, hat durchaus berechtigte Gründe. Als an der Nasdaq notiertes Börsenunternehmen war es komplett von der amerikanischen Börse abhängig. In letzter Zeit ist der Börsenwert jedoch von ehemals einer Milliarde Dollar auf weniger als zehn Millionen Dollar gefallen. Dank der Insolvenzanmeldung kann SFX nun von der Börse genommen werden, sich umstrukturieren und als privates Unternehmen seinen Tätigkeiten nachgehen. Zudem konnte mit den Anteilseignern eine Einigung erzielt werden und so konnten insgesamt 300 Millionen Dollar an Schulden getilgt werden.

 

Mit Material von dance-charts.de, New York Times Online