Gegensätzlicher könnte es wohl nicht sein. Mit Beachvolleyball verbindet man am ehesten Sonne, Strand und Meer. Doch genau ein solches hochkarätiges Turnier, findet Jahr für Jahr in den Schweizer Bergen statt.

So sehen Siegerinnen aus

Gstaad ist bekannt für sein idyllisches Dorf, als Skiort und auch für einige hochklassige und noble Veranstaltungen. In der ersten Juli Woche erwacht das kleine Dorf im Berner Oberland allerdings zur Beach Volleyball Mekka der gesamten Welt. Auf 2’500 Tonnen reinem Quarzsand aus Frankreich spielen die besten Teams der ganzen Welt. Über 45’000 Besucher besuchen Jahr für Jahr das Stadion und die Fanmeile, feuern ihre Sportstars an und feiern eine Party.

Voller Einsatz beim Beach Major Gstaad

Was könnte kontroverser sein als eine Sportart, welche ursprünglich am Meer gespielt wurde, vor einer riesigen Bergkulisse zu spielen? Doch genau das ist es, was laut Turnierdirektor Ruedi Kunz das Turnier ausmacht. Und auch bei vielen Spielern steht Gstaad weit oben auf ihrer Favoritenliste. Dank dieser Beliebtheit zählt das Turnier weltweit zu den am besten Besetzen Turnieren was die Teams anbelangt. Seit 2015 ist es ein offizielles Grand Slam Turnier der Major Series. Natürlich darf auch der Spass nicht fehlen, so findet im Beach-Village jeden Abend eine grosse Party mit diversen Bars und Live-DJ’s statt.

Beach Major Gstaad

Doch was macht die Sportart für Zuschauer so interessant? Schnelle Ballwechsel, unerwartete Wendungen, Hochspannung bis zum Schluss und natürlich viel nackte Haut. Um Beach Volleyball etwas attraktiver zu machen erliess der Weltverband FIVB deshalb einige Regeln, wie z.B. das Tragen von kürzerer Kleidung. So wurde definiert, wie breit ein Bikini maximal sein darf. Ausserdem wurde der Spielmodus geändert, so wird jeder Punkt gewertet und es werden im Gegensatz zu früher auf 3 Gewinnsätze auf je 21 und beim dritten Satz auf 15 Punkte gespielt.

Siegerehrung beim Beach Major GstaadAuch wenn es in der Schweiz nicht möglich ist, als Sportler von dieser Sportart zu leben, liegt die Schweiz im internationalen Vergleich sehr weit vorne. Trotzdem reichte es dieses Jahr leider nicht für eine Medaille und Brasilien konnte sich gleich zweimal Gold sichern. Die Matchbälle für die beiden Finalspiele wurden dabei auf spektakulärer Weise von Fallschirmspringern ins Stadion geflogen. Als bestes Schweizer Team erreichte das Duo Beeler/Strasser den neunten Rang, welcher immerhin noch mit 11’000 US-Dollar belohnt wurden.